Aufstand der Kalbshirne?

Würzige Luft. Auf jeden Schritt achten. Lustige Geräusche: Ferien auf dem Bauernhof.

Ständig werden Kälber geboren. Und das wird allseits geübt-technisch abgewickelt. Die betroffene Kuh stapft wiederkäuend umher, kippt um und presst das Kalb heraus. Der Bauer kommt, bindet einen Strick um einen Huf des Kälbchens und zieht. Kontrollblick: Milch oder Fleisch?

Die Kuh rappelt sich, schlotzt das Neugeborene ab, das sich seinerseits auf die Beine stellt. Kurz drauf kehrt der Landwirt zurück und steckt das neue Kalb in einen hüfthohen Drahtkäfig von zwei mal einem Meter Fläche.

Tag 1: Das Kalb starrt.

Tag 2: Das Kalb versucht herumzubockeln. Da es selbst ungefähr 80cm lang ist, kann im Drahtverhau nicht viel Bockelei stattfinden.

Tag 3: Der Lkw kommt und holt die neuen Kälber mit dem falschen Geschlecht (= Fleisch) ab. Das falsche Geschlecht erspart dem Tier, weswegen ich hier schreibe:

Die weiblichen Kälber stehen weiterhin in den Boxen herum. Kaum auf der Welt, sehen sie sich auf zwei Quadratmeter begrenzt. Das macht man wohl, damit kein Bezug zur Mutter entsteht. Zwei Quadratmeter, hinter denen nur braun lasiertes Holz sichtbar ist. Ab und zu kommt jemand vorbei und füllt den Milcheimer. That was it.

Und was passiert in diesem Kalbshirn?

Wege – Ziele – Lebenserfahrungen

Gestern wollte ich meiner blechernen Lust nachgehen und mir ein Auto ohne Dach anschauen. Welch‘ lehrreichen Werkstattbesuch sollte ich vor mir haben …

Da ich soetwas schon öfter gemacht habe, weiß ich, dass es stets besser ist, sich gebrauchte Autos möglichst nicht alleine anzusehen. Idealerweise sollten sich die visuellen und kommunikativen Kompetenzen der beteiligten begutachtenden Personen möglichst nicht allzu sehr überschneiden; auf diesem Weg können viele Eindrücke in kurzer Zeit in die Bewertung aufgenommen werden.

Kurz und gut; ich wusste einen Nachbarn und Kenner der betreffenden Fahrzeuge an meiner Seite, der sich glücklicherweise Zeit für mich nahm. Denn so wurde aus dem Ausflug eine gemeinsame Lebenserfahrung – und es blieb keine reine Zeitvergeudung.

Konkret wollte ich mir dieses Auto genauer anschauen:  Wege – Ziele – Lebenserfahrungen weiterlesen

Kein Verfahren gegen GuttenZwerg?

Ich bin mal gespannt, ob die Autoren, deren Texte Herr von und zu GuttenZwerg so fleißig als Grundlage für seine Doktorarbeit nutzte, tatsächlich nicht gegen ihn klagen. Und ob das zuständige Gericht tatsächlich glaubt, anschließend wegen mangelnden öffentlichen Interesses kein Verfahren einleiten zu müssen. Mehr dazu steht heute in der Berliner Zeitung.

Für mich stehen mittlerweile zwei Dinge fest. Denn ich kann mir in beiden Punkten nichts anderes mehr vorstellen:

  1. Eine Rückkehr in die große Politik kann und darf es für Herrn GuttenZwerg nicht geben. Auch nach all den Monaten scheint er keinerlei Gründe zu sehen, warum er sich schämen und vor der Öffentlichkeit zu Kreuze kriechen sollte. Das ist charakterlich mehr als bedenklich und darüber hinaus völlig verantwortungslos gegenüber allen Studierenden.
  2. GuttenZwerg hat die Arbeit niemals selbst geschrieben. Sein Verhalten seit Bekanntwerden der ersten Plagiatsvorwürfe bestärkt mich in diese Auffasung. Und innerhalb seines Wahrnehmungshorizontes ist das vermutlich die einzig denkbare, noch größere Schande: dass es herauskommen könnte.

Menschen machen Fehler. Und das ist auch gut so. Aber sie sollten dazu stehen.