„In Stahlgewittern“ von Ernst Jünger

Weshalb ich das las

Schmutztitel In Stahlgewittern

Ich gehöre einer Generation an, deren Großeltern als junge Erwachsene den zweiten Weltkrieg erlebt haben. Die eine Seite sprach viel von der Zeit, der Welt vor dem Krieg, den Eltern, deren Berufen, weniger vom Krieg selbst. Die Generation meiner Großeltern, geboren um 1918 herum, hatte wenig Zeit, selbst einen Beruf zu erlernen, Mensch zu werden.

Der eine Großvater holte mitunter weit aus und erzählte von „Gemetzeln“. Ein Ausdruck, der für jemanden wie mich, der 1971 in einer satten Bundesrepublik Deutschland geboren wurde, stets blass und irrational blieb. Aber es war klar, dass der Mann Dinge erlebt hat, die ich mir nicht vorstellen kann. Die Großmutter schüttelte nur den Kopf. Nein, dazu wollte sie nichts sagen. Sie hat als Krankenschwester die zerfetzten Körper flicken sollen. Reden? Besser nicht.

Der andere Großvater sprach nie vom Krieg. Die Großmutter auch nicht; gut, davon dass Mainz, als der Krieg eigentlich zu Ende war, in Schutt und Asche gelegt wurde. Das war ihr Maßstab für sinnlose Vernichtung. Hier war nur eins klar: Krieg darf nie wieder als Mittel der Wahl betrachtet werden.

Es gab und gibt viele Erzählungen, was in der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit in beiden Zweigen der Familie geschehen ist. Das meiste davon habe ich stets als „natürlich“ empfunden. Vielen ging es so; vielen Großeltern, Eltern und Kindern meiner Generation. Wir kannten sie doch alle, die „Geschichten vom Krieg“, die wieder und wieder erzählt wurden. Es war das Synonym für etwas, dessen Wahrheitsgehalt man nicht prüfen konnte. Etwas Schlimmes, ja, aber auch etwas sehr Emotionales. Viele Jahrzehnte Emotion überlagerten die belastbaren Informationen. Wie soll man davon etwas für sein eigenes Leben in den 1970er/80er Jahren ableiten? Mit atomwaffenstarrenden Amis und Sowjets vor der Haustür? Diese Perspektive schien etwas durchaus Beruhigendes für die Großeltern dargestellt zu haben: Im nächsten Krieg würde Deutschland als allererstes, schnell – und ohne Schmerz – im Atomhagel untergehen. Das war für sie klar.

Lange habe ich mich nicht mehr darum gekümmert. Doch als der Ring der Krisenherde sich immer enger um die Republik zog und gleichzeitig die Entkoppelung der Politik von der Bevölkerung hierzulande immer offensichtlicher wurde, wollte ich besser verstehen lernen, an welche Ideen und Ereignisse meine Großeltern ihr Leben verloren haben.

Ich denke, dieser Verlust begann mit dem deutschen Kaiserreich. Mit einer preußischen Prägung, einem deutschen Minderwertigkeitsgefühl, mit Drill, Zucht und Ordnung, aufbauend auf einem Geist, der im Alltag noch stark von Abhängigkeitsverhältnissen dicht an der Leibeigenschaft geprägt war.

Dieser Geist, die strikte Trennung zwischen „oben“ und „unten“, die Durchdringung des Alltags mit Befehl und Gehorsam, das allgegenwärtige Brechen von jeglichem Widerstand, offen wie geistig, die Überbetonung eines „Nationalgefühls“, nachdem man aus einer Ansammlung von noch vor Kurzem absolutistisch geführten Fürstentümern ein Deutschland gemacht hatte; ein erwachendes politisches Bewusstsein musste kanalisiert werden; die Industrialisierung wurde rücksichtslos vorangetrieben. Das alles führte zu einem starken inneren Druck. Und dieser Druck wurde in einen Vernichtungskrieg bislang unbekannten Ausmaßes abgeleitet. Ein Krieg, der, anders als der zweite Weltkrieg, noch weitgehend alleine von Soldaten getragen und ausgehalten werden musste. Dieser erste Weltkrieg ist einerseits Ventil eines aus vielen Interessen genährten, unverantwortlich instrumentalisierten Nationalgefühls, das krampfhaft bis 1914 aufgebaut wurde, als auch der Nährboden des zweiten Weltkrieges, in den eine, in Sachen Demokratie ungeschulte – nach einer kurzen, Drill und Abhängigkeit betonenden Schulbildung – Bevölkerung getrieben wurde. Alles gestützt auf eine rücksichtslos durchorganisierte, beispiellose Verstärkung der niedersten Instinkte, die wohl in jedem Menschen angelegt sind.

Nun endlich, in einem taumelnden Europa, wollte ich einen authentischen Bericht über die „Urkatastrophe“ lesen. Und dann muss man zu einer sehr frühen Ausgabe von Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ greifen. Der Mann hat das erlebt – und in den ersten Ausgaben auch noch recht schonungslos geschildert, durch welche Erlebnisse er gehen musste. Und man erliest sich auch, wie das alte, preußische Streben nach Ruhm und Ehre in diesem Kind, als dass er in den Krieg ging, seine Wirkung entfalten konnte. Diese Männer, diese Deutschen, diese Soldaten „reiften“ auf dem Schlachtfeld. Nach der Lektüre des Buches ist einem klar, dass diese Männer mit einer Zivilgesellschaft und ihren auf Ausgleich bedachten Maßstäben wenig anfangen konnten. Sie mussten nach der vorangegangenen Erfahrung jede Aufgabe – privat, familiär wie auch beruflich – als Kampf, als Schlacht betrachten, die um jeden Preis zu gewinnen sei. Und das haben die Kinder des ersten Weltkrieges an ihre Kinder weitergegeben, die dann in den zweiten Weltkrieg geschickt wurden. Wie sagte Remarque später so treffend:

„Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen …“

Über die Zeit

Als Jünger im Spätsommer 1914 endlich in den Krieg ziehen durfte (ja, er wollte es unbedingt), aufgepeitscht von zeitgeistigem Ehr- und Nationalgefühl, gingen die Deutschen zuversichtlich davon aus, mit ihrer überlegenen Haltung und Ausstattung diesen Krieg in wenigen Wochen, schlechtestenfalls Monaten, siegreich zu beenden. Endlich wieder Krieg! Endlich wieder die beglückende Chance für junge Männer aller Schichten, Ehren auf dem Schlachtfeld zu sammeln, die den Aufstieg, das Weiterkommen in einer vom Adel geprägten Welt bedeuten können. Diese Hurra-Stimmung, das kann man bei „In Stahlgewittern“ wunderbar nachvollziehen, legte sich innerhalb weniger Stunden an der Front. Die wenigen Sätze, die Jünger darin über seine Heimaturlaube verliert, sprechen Bände darüber, wie entkoppelt der Frontsoldat Jünger vom Zivilleben ist.

Die Alliierten sollten über den Verlauf des Krieges eine vielfache Überlegenheit in Personal und Material gegenüber den Deutschen aufbauen. Aber es standen sich zwei Modelle der Kriegsführung gegenüber, die im 18./19. Jahrhundert entstanden waren – und deren Führungen mit Auswirkungen moderner Waffen auf die Frontsoldaten vollkommen überfordert waren. Eine beispiellose, endlose, statische Material- und Fleisch-Schlacht war die Folge.

Über die Person

In Deutschland wird Jünger stets an „In Stahlgewittern“ und seinem betont antidemokratischen Verhalten in der Weimarer Republik gemessen. Im Ausland steht man ihm wohlgesonnener gegenüber und schätzt auch seine Zwischenkriegsschriften, in denen er sich bereits vor dem 2. Weltkrieg vom Weltbild der Nationalsozialisten abwendet, höher ein. Als Person tue ich mir schwer mit ihm. Schon alleine wie unkritisch er „In Stahlgewittern“ bis zum Ende dem Krieg, in dem er immer wieder zusammengeschossen wird, gegenübersteht, ist zutiefst irritierend. Bis zur letzten Zeile betont er dem Kampf und den Wert des Kampfes für das Vaterland als einziges Ziel. Diese Borniertheit ist schon beeindruckend. Aber man muss sich bewusst machen, welche Gehirnwäsche und welche grausamen Erlebnisse diese Generation zu verarbeiten hatte. Wie soll man nach solchen Erlebnissen dem Krieg, den eigenen Verlusten den Wert absprechen, alles Geschehene für sinnlos erklären? So wird er auch im weiteren Verlauf seines Lebens als jemand beschrieben, der großen Wert auf Hierarchien und klassische Familienbilder legte. In der zweiten Hälfte seines Lebens scheint er das Befolgen von Regeln für seine eigene Person abgelehnt zu haben. Er wollte sich als geistesoffenen Kämpfer sehen und wohl auch verstanden wissen. Jünger war sicherlich kein einfacher Mensch; man sollte sich ein Urteil über ihn auch nicht zu leicht machen.

Über das Werk

Jünger hat das Buch etliche Jahre nach Kriegsende geschrieben. Er stellt zu Beginn heraus, dass ihm stets wichtig gewesen sei, die Ereignisse direkt am Tage des Geschehens festzuhalten, um sie nicht im Nachhinein zu entstellen. Weshalb er dann über Jahrzehnte hinweg immer wieder den Text überarbeitet hat, erklärt sich vermutlich daraus, dass er sein Buch in Deutschland „lebendig“ und verkaufsfähig halten wollte – also hat er es dem jeweiligen Zeitgeist stets angepasst. Aus diesem Grund war es mir wichtig, eine möglichst frühe Textfassung in die Hand zu bekommen.

Man muss sich immer vor Augen halten, in welchem Kontext das Buch sich bewegt: Jünger war in den 1920er Jahren ein entschiedener Gegner der parlamentarischen Demokratie und, auch lange nach Kriegsende, noch immer beseelt von einem elitären Herrschaftsverständnis. Die Auflagen des Versailler Vertrages mussten dem erfolgreichen Frontsoldaten wie ein Hohn erscheinen – kurz; er kämpfte kraftvoll und als zorniger, junger Mann dafür, dass „seine“ Welt zurückkehren solle, damit er darin seinen mühsam soldatisch erkämpften Platz einnehmen könne.

Ich habe wenige Bücher gelesen, die mich so unmittelbar und tief beeindruckt haben. Die sehr offene Schilderung seiner Erlebnisse an der Front, alles allzu Menschliche auslassend, macht eindrucksvoll deutlich, wie ein Mensch im Krieg zu einer Waffe wird, die andere führen. Es wird überdeutlich, wozu der Drill der Ausbildungszeit und die strengen Hierarchien einer Armee dienen. Doch selbst hier – an den Bruchstellen, die sich aus dem Widerspruch der von Jünger klar formulierten Unfähigkeit der Führungsoffiziere gegenüber der Realitäten des Stellungskrieges bilden, findet Jünger seinen Halt und seinen Ausweg stets im Streben nach Ehre und Ruhm. Und er kämpft weiter. Und weiter.

Interessanterweise haben die Nationalsozialisten „In Stahlgewittern“ auch nachdem Jünger bei den Nazi-Oberen eigentlich in Ungnade gefallen war, weiter in hohen Auflagen unter das Volk gebracht. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass darin ein aus heutiger Sicht vollkommen unverständlicher Durchhaltewillen gepredigt wird. Gerade bezogen auf die einfachen Soldaten und die Bevölkerung ist das für die Nazis von größter Bedeutung gewesen. Am besten sollten sie alle so draufgängerisch und gut steuerbar wie der junge Jünger sein. Heute geht man davon aus, dass Adolf Hitler dafür gesorgt hatte, dass nach der Entlassung Jüngers aus dem aktiven Dienst – noch während des Krieges – keine Anklage gegen Jünger erhoben wurde.

Jeder Kriegsbefürworter – aus welcher Motivation auch immer – sollte dieses Buch gelesen haben. Und jeder Soldat sollte es ebenfalls gelesen haben und sich bewusst machen, welchen Herren er dient.

Zitate

Über den Platz der Menschlichkeit in Kriegszeiten:

Der Krieg ist der Handwerke härtestes, seine Meister dürfen der Menschlichkeit nur so lange das Herz öffnen, als sie nicht schaden kann.

Über den Wert eines Menschenlebens auf dem Schlachtfeld:

Du kauerst zusammengezogen einsam in deinem Erdloch und fühlst dich einem unbarmherzigen, blinden Vernichtungswillen preisgegeben. Mit Entsetzen ahnst du, daß deine ganze Intelligenz, deine Fähigkeiten, deine geistigen und körperlichen Vorzüge zur unbedeutenden, lächerlichen Sache geworden sind. Schon kann, während du dies denkst, der Eisenklotz seine sausende Fahrt angetreten haben, der dich zu einem formlosen Nichts zerschmettern wird.

 Über das Allein- und Aufsichgestelltsein:

Dabei ist es dunkel. Du mußt alle Kraft zum Aushalten aus dir allein schöpfen.

Was jeden Soldaten – und insbesondere Offiziere – antreibt, sich alldem auszusetzen:

Und doch beobachtet dich jemand. Dir selbst vielleicht unbewußt, wirkt der moralische Mensch in dir und bannt dich durch zwei mächtige Faktoren am Platze: die Pflicht und die Ehre. Du weißt, du bist zum Kampfe an diesen Ort gestellt und ein ganzes Volk vertraut darauf, daß du deine Sache machst. Du fühlst, wenn ich jetzt meinen Platz verlasse, bin ich ein Feigling vor mir selbst, ein Lump, der später bei jedem Worte des Lobes erröten muß. Du beißt die Zähne zusammen und bleibst.

„Sportsgeist“:

Im übrigen taten wir keinen Dienst, so daß ich am Nachmittag des 22. Septembers als Meister einer verwilderten, aber brauchbaren Bande zur zweiten Stellung zog, in der wir für die Nacht untergebracht werden sollten.

Über das „moderne Gefecht“:

Auch das moderne Gefecht hat seine großen Augenblicke. Man hört so oft die irrige Ansicht, daß der Infanteriekampf zu einer uninteressanten Massenschlächterei herabgesunken ist. Im Gegenteil, heute mehr denn je entscheidet der einzelne. Das weiß jeder, der sie in ihrem Reich gesehen hat, die Fürsten des Grabens mit den harten, entschlossenen Gesichtern, tollkühn, so sehnig, geschmeidig vor- und zurückspringend, mit scharfen, blutdürstigen Augen, Helden, die kein Bericht nennt. Der Grabenkampf ist der blutigste, wildeste, brutalste von allen, doch auch er hat seine Männer gehabt, Männer, die ihrer Stunde gewachsen waren, unbekannte, verwegene Kämpfer. Unter allen nervenerregenden Momenten des Krieges ist keiner so stark, wie die Begegnung zweier Stoßtruppführer zwischen den engen Lehmwänden des Grabens. Da gibt es kein Zurück und kein Erbarmen. Blut klingt aus dem schrillen Erkennungsschrei, der sich wie Alpdruck von der Brust ringt.

Über das irrationale Zuschlagen des Schicksals:

Der einzige schwache Trost war, daß es noch schlimmer hätte kommen können. So stand z. B. der Füsilier Rust so dicht neben dem Einschlag, daß die Tragegurte seiner Munitionskästen anfingen zu brennen. Der Unteroffizier Peggau, der allerdings am nächsten Tage sein Leben lassen mußte, stand zwischen zwei Leuten, die vollkommen zerrissen wurden, ohne auch nur geritzt zu werden.

Über den Verlust der Angst:

Der Endkampf, der letzte Anlauf schien gekommen. Die Stimmung war sonderbar, geladen von höchster Spannung. Offiziere standen aufrecht und riefen sich nervöse Scherzworte zu. Oft ging eine schwere Mine zu kurz, warf eine kirchturmhohe Fontäne hoch und überschüttete uns mit Erde, ohne daß einer auch nur den Kopf beugte. Der Schlachtendonner war so fürchterlich geworden, daß keiner mehr bei klarem Verstande war. Die Nerven konnten keine Angst mehr empfinden.

Man kämpft um weniger Meter Bodens. Monatelang:

Aus dem leeren, weiten Gelände starren die Augen tausend Verborgener nach dem kleinen Waldstück, aus dem in wechselndem Reigen braune Erdbrunnen die Gipfel der stürzenden Eichbäume umtanzen. In der Tiefe des Umkreises staffeln in Gräben, Trichtern, Höhlen und Ruinen Menschen und Material, des Einsatzes gegen das von zerhackten Strünken bedeckte Stück Erde harrend.

Man wird sich der eigenen Stumpfheit bewusst:

Als ich mich mit Boje und Kius in unserem gewöhnlichen pessimistisch-ironischen Ton begrüßte, fühlte ich die entsetzten Augen eines meiner Rekruten, eines Seminaristen, auf mir ruhen. Ich durchschaute seinen Gedankengang und erschrak zum erstenmale über die abstumpfende Wirkung des Krieges. Man kam dazu, den Menschen nur noch als Sache zu betrachten.

Über den Drill und die Notwendigkeit der „Abstumpfung“:

Trotzdem mir die Notwendigkeit klar war, empfand ich es oft peinlich, immer wieder mit den Kleinigkeiten des Exerzierens an die Leute herantreten zu müssen. Der Drill wird als Mittel zum Zweck bei keinem Heere zu entbehren sein, er läßt sich weder durch individuelle noch durch sportliche Erziehung ganz ersetzen. Ein Mann, dessen innerer Wert nicht über jeden Zweifel erhaben ist, muß bis zum Stumpfsinn gehorchen lernen, damit seine Triebe auch in den schrecklichsten Momenten durch den geistigen Zwang des Führers gezügelt werden können.

Schwaches Aufglimmen der Erkenntnis, dass Soldaten unterschiedlich viel zu verlieren haben:

Bei solchen Gelegenheiten vermied ich, mich vom Draufgängertum fortreißen zu lassen. Es wäre wenig taktvoll gewesen, den Leuten, die zum Teil mit der Angst um Frau und Kind zur Vernichtung zogen, zu zeigen, daß man der Schlacht mit einer gewissen Lust entgegensah. Auch war es mein Grundsatz, nicht durch große Worte zum Mute anzuspornen oder den Feigling zu bedrohen. Ich suggerierte: Ich weiß genau, daß mich niemand im Stiche läßt. Wir haben alle Angst, aber wir müssen dagegen kämpfen. Es ist menschlich, wenn jemand von seiner Schwäche übermannt wird. Er muß dann auf seinen Führer und die Kameraden sehen. Schon beim Sprechen fühlte ich, daß solche Worte den Leuten verständlich waren.

Über den Wert seines Eisernen Kreuzes:

Während des Vorgehens merkte ich, daß mein Eisernes Kreuz sich von der Brust gelöst hatte und zu Boden gefallen war. Schrader, mein Bursche und ich begannen eifrig zu suchen, trotzdem verborgene Schützen uns aufs Korn zu nehmen schienen. Endlich zog Schrader es aus einem Grasplacken hervor, und ich steckte es wieder fest.

Auszüge aus: Ernst Jünger. „In Stahlgewittern / Aus dem Tagebuch eines Stoßtruppführers.“ / Project Gutenberg.

Links

3Sat zeigte eine Doku aus dem Jahr 1977 über Ernst Jünger; https://youtu.be/ZUGKEtyp_Ug

Anlässlich seines 100. Geburtstages 1995 diskutierten Schriftsteller über Jünger: https://youtu.be/5xQtPCVHbSE

arte zeigte eine Doku über die Somme-Schlacht, an der Jünger teilnahm: https://youtu.be/8pnXesiz4BM

Die „Süddeutsche“ stellte kürzlich eine Bilderserie zum zweiten Weltkrieg online: http://www.sueddeutsche.de/politik/zweiter-weltkrieg-wie-hitlers-ostfront-zusammenbrach-1.2354394

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