Aufstand der Kalbshirne?

Würzige Luft. Auf jeden Schritt achten. Lustige Geräusche: Ferien auf dem Bauernhof.

Ständig werden Kälber geboren. Und das wird allseits geübt-technisch abgewickelt. Die betroffene Kuh stapft wiederkäuend umher, kippt um und presst das Kalb heraus. Der Bauer kommt, bindet einen Strick um einen Huf des Kälbchens und zieht. Kontrollblick: Milch oder Fleisch?

Die Kuh rappelt sich, schlotzt das Neugeborene ab, das sich seinerseits auf die Beine stellt. Kurz drauf kehrt der Landwirt zurück und steckt das neue Kalb in einen hüfthohen Drahtkäfig von zwei mal einem Meter Fläche.

Tag 1: Das Kalb starrt.

Tag 2: Das Kalb versucht herumzubockeln. Da es selbst ungefähr 80cm lang ist, kann im Drahtverhau nicht viel Bockelei stattfinden.

Tag 3: Der Lkw kommt und holt die neuen Kälber mit dem falschen Geschlecht (= Fleisch) ab. Das falsche Geschlecht erspart dem Tier, weswegen ich hier schreibe:

Die weiblichen Kälber stehen weiterhin in den Boxen herum. Kaum auf der Welt, sehen sie sich auf zwei Quadratmeter begrenzt. Das macht man wohl, damit kein Bezug zur Mutter entsteht. Zwei Quadratmeter, hinter denen nur braun lasiertes Holz sichtbar ist. Ab und zu kommt jemand vorbei und füllt den Milcheimer. That was it.

Und was passiert in diesem Kalbshirn?

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